St. Katharinenspital Regensburg – Archiv
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Mit dem Spitalarchiv von Regensburg blieb ein seit dem Mittelalter nahezu ungestörter Schriftgutbestand erhalten. Das Katharinenspital ging um 1220 aus der Fusion des Domspitals mit dem Brückenhospital hervor und bildete im Laufe der Jahrhunderte eine ausgedehnte Grundherrschaft aus, die sich über weite Teile der Oberpfalz und Niederbayerns erstreckte. Das Katharinenspital war über Jahrhunderte das Bürgerspital der Reichsstadt Regensburg und finanzierte sich im Wesentlichen über grundherrschaftliche Einnahmen. Dennoch blieben die Hoheitsrechte über das Spital bis zum Ende des Alten Reichs zwischen der Reichsstadt Regensburg und den bayerischen Herzögen und späteren Kurfürsten strittig.
Erste Ansätze zur Organisation des Schriftgutes reichen in das 14. Jahrhundert zurück. Schließlich ordnete der Spitalschreiber Ulrich Obser um 1420 den Urkundenbestand des Spitals und gab dem Archiv seine künftige Organisationsform. Neben und aus dem Urkundenarchiv entstand seit dem 15. Jahrhundert die neuzeitliche Aktenregistratur mit modernen Orts- und Sachbetreffen. Diese Registratur lag Mitte des 18. Jahrhundert in großer Unordnung, so dass Spitalgegenschreiber Christoph Püchelberger mit ihrer Reorganisation begann.
Archiv- und Registraturordnungen des Katharinenspitals datieren in die Jahre 1412, 1538, 1772, 1862 und 1898. Alte Archivstrukturen blieben dabei erhalten. Unter dem Titel Codex chronologico diplomaticus hospitalis s. Catharinae fertigte der Regensburger Geschichtsforscher Thomas Ried im Jahre 1811 umfangreiche Urkundenabschriften an, die heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv München liegen. Regelmäßige Aktenaussonderungen der Verwaltung ergänzen den modernen Archivbestand bis herauf in die Gegenwart. Das Spitalarchiv bietet heute unterschiedlichste Informationen für Verwaltung und Forschung.