St. Katharinenspital Regensburg – Archiv
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Siegel werden als Verschluss- oder Beglaubigungsmittel verwendet. Das Siegel verhalf dem Urkundenwesen im 12. Jahrhundert zu neuer Blüte, und mit dem Siegel war ein auch für den des Lesens Unkundigen verständliches Beglaubigungsmittel gefunden. Das Siegel kann deshalb als die Unterschrift des Mittelalters gelten. Siegelmaterial für Privaturkunden war Wachs, bei Papsturkunden Blei und bei Königs- und Kaiserurkunden Wachs und vereinzelt Gold.

Siegel des Spitalmeisters
Ende 13. Jahrhundert, spitzoval
Bild: Betender vor der Spitalpatronin Katharina
Umschrift: + S(igillum) MAGISTRI HOSPITALIS RATISPONE

Siegel des Spitalkonvents
Mitte 13. Jahrhundert, spitzoval
Bild: durch Querband geteilt, oben Johannes der Evangelist, unten Johannes der Täufer
Umschrift: S(igillum) HOSPITALIS SCI IOH(ANN)IS RATISPONE

Siegel des Brückenmeisters
Mitte 13. Jahrhundert, rund
Bild: Brücke mit drei Türmen über Wellen
Umschrift: S(igillum) GLORIOSI PONTIS RATISPONE

Älteres Bürgersiegel von Regensburg
12. Jahrhundert, rund
Bild: Hl. Petrus, nimbiert mit Schlüssel auf Faltstuhl sitzend
Umschrift: P(ER) CLAVES CELI RATA S(UNT) INSIGNIA PETRI

Jüngeres Bürgersiegel von Regensburg
um 1250, rund
Bild: Hl. Petrus, nimbiert mit Schlüssel und Evangelium, in gotischer Architektur, sitzend
Umschrift: SIGILLUM CIVIUM RATISPONENSIUM

Siegel des Albertus Magnus als Bischof von Regensburg
1260, spitzoval
Bild: Thronender Bischof mit Stab und Evangelium
Umschrift: + SIGILLVM FRATRIS ALBERTI DEI GR(ACIA) RATISPONEnSIS EPISCOPI