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Bild-Wortmarke St. Katharinenspital Regensburg, Gaststätten

Spitalgarten – Brauereigaststätte

Biergarten mit Tradition


Der alte Spitalanger
Der alte Spitalanger

Einst Ausflugsziel der Reichstagsgesandten und Patrizier,
heute beliebter Treffpunkt der Bürger von Regensburg und von Gästen aus aller Welt

Der Spitalgarten an der Steinernen Brücke ist ein beliebtes Speiselokal mit Biergarten: 1230 als Gasthaus, 1395 als Schenke, 1553 als Schenkhüttel, 1566 als Schenkstatt und seit 1720 als Schenkkeller erwähnt. Im Jahre 1737 wurde der Schenkkeller mit Ziegelsteinen gepflastert, 1743 Tische und Bänke auf dem Badanger rot gestrichen und 1746 die ruinierten Zechbänke in der „Bierschenkstube“ ausgebessert. 1664 und 1732 beschwerten sich Bürgermeister und Rat von Stadtamhof gegen den offenen Bierausschank im Spital, 1748 wegen der Aufstellung von „Tischen und Bänken zum Trinken“ auf dem Badanger. Der damalige Spitalmeister Heinrich Christoph Schmers hielt jedoch entgegen, dass die Tische und Bänke schon etliche 100 Jahre unter den Bäumen am Badanger stehen und wegen der gar nah vorbeifließenden Donau bei Gesandten und anderen „honetten Personen“ beliebt waren.

Der Spitalgarten am Abend
Der Spitalgarten am Abend

Auch weiß der Spitalschreiber zu berichten, dass selbst der Bürgermeister von Stadtamhof nur Spitalbier trinke. Aus den Gewölben des Spitalkastens wurde die Schenke 1859 an den heutigen Standort auf den Spitalanger verlagert. Die Tafernwirtsgerechtigkeit kaufte das Spital am 3. März 1852 für 1300 Gulden von dem Buchhändler Pustet, enthalten waren der Bier-,Wein- und Kaffeeausschank, die Fremdenbeherbergung und das Schlachtrecht. Der Braumeister war zugleich Spitalschenk. Der Schenkgarten erlebte zu Beginn der 80er Jahre des vorletzten Jahrhunderts so großen Zulauf, dass der Spitalrat 1882 die Erweiterung des Gartens beschloss. Westlich der Spitalwirtschaft, auf dem Gelände der heutigen Kegelbahn, entstand ein zweiter Schenkgarten, der am 26. Mai 1882 mit Musik eröffnet wurde.

Spitalgarten
Schmeckt doppelt gut: ein Bier im Spitalgarten mit Blick auf den Dom.

Für das Wohl der Gäste in der Schenkwirtschaft sorgten damals fünf Dienstboten, nämlich zwei Kellnerinnen, zwei Hausmägde und eine Köchin. Die endgültige Trennung von Schenk- und Braumeisterstelle erfolgte erst im Jahre 1895. Mit der Einrichtung von Fremdenzimmern im Jahre 1912 knüpfte das Spital wieder an die alte Beherbergungstradition an. Die Renovierung der Spitalgaststätte und der Anbau für die Kegelbahn folgten im Jahre 1966. Seit dem Milleniumsjahr 2000 führt ein direkter Zugang von der Steinernen Brücke in den Spitalgarten.

Wirte:
vor 1814
Kaspar Redelbacher, Braumeister und Schenk
1814–1851
Joseph Riederer, Braumeister und Schenk
1851–1879
Michael Gruber, Braumeister und Schenk
1879–1885
Georg Pschorr
1885
Anton Huber
1885–1887
Ferdinand Göppl
1887–1890
Sebastian Zogelmeier
1890–1895
Peter Brunner
1895–1900
Joseph und Rosa Braun
1900–1916
Joseph Sagstetter
1916–1924
Hans Stockinger
1924–1931
Joseph Braun
1931–1941
Andreas und Helene Hagn
1941–1949
Andreas Hagn jun.
1949–1952
Karl Fiederer
1952–1962
Xaver und Maria Marchsreiter
1962–
Karl Fiederer
 
Weininger
1970–1972
Wild
1972–1973
Krug
1973–1975
Perlinger
1975–1981
Wild
seit 1981
Eleonore und Joseph Männer
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