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Bild-Wortmarke St. Katharinenspital Regensburg, Pfarrei
Der Hochaltar der Spitalkirche St. Katharina – © fw

Patrozinium

Von Allerheiligen über Johannes zu Katharina


Statuetten-Reliquiar der hl. Katharina
Statuetten-Reliquiar der hl. Katharina, gestiftet von Spitalmeister Konrad Etteldorfer – Augsburger Silberschmiedearbeit, 1479

Das Katharinenpatrozinium war ursprünglich mit der dreischiffigen Spitalpfarrkirche an der Steinernen Brücke verbunden. Als die freie Reichsstadt Regensburg den nördlichen Brückenkopf wegen der drohenden Hussitengefahr befestigen ließ, musste die Kirche 1430 abgebrochen werden. Die Pfarrfunktionen gingen auf die Allerheiligenkapelle inmitten des Spitalareals über, die seither als Pfarrkirche des Katharinenspitals dient. Ein mehrfacher Patrozinienwechsel, von Allerheiligen zu Johannes dem Täufer und schließlich zu Katharina von Alexandrien, ließ die Anfänge des Kirchenbaus allmählich in Vergessenheit geraten. Ungeachtet zahlreicher baulicher Eingriffe hat die Spitalkirche jedoch ihren ursprünglichen Charakter über die Jahrhunderte hinweg bewahrt.

Katharina von Alexandrien war der Legende nach die Tochter des Königs von Zypern und starb im Jahre 307 unter Maxentius den Märtyrertod. Als hoch gebildete und außergewöhnlich schöne Königstochter verweigerte sie tapfer das vom Kaiser verlangte Götzenopfer. Spielend entschied sie nicht nur das vom Kaiser verlangte Rededuell mit fünfzig heidnischen Philosophen für sich, sondern bekehrte sie auch noch alle zum Christentum. Der Kaiser übergab jene dem Scheiterhaufen, Katharina dagegen wurde in den Kerker geworfen, gefoltert und auf ein Rad gebunden. Als dieses zersprang, wurde sie mit dem Schwert hingerichtet. Der Legende nach trugen Engel ihren Leib auf den Berg Sinai, wo der spätere Kaiser Justinian ein Kloster errichten ließ. Das Katharinenkloster ist noch heute die bedeutendste Stätte ihrer Verehrung. Schon früh setzte im Orient und dann auch im Abendland ihr Kult ein. Zentrum waren die Benediktinerklöster Monte Cassino und St. Gallen. Ihre Verehrung verbreiteten vor allem die Kreuzritter. Im Spätmittelalter erwählten viele Zünfte die hl. Katharina zu ihrer Patronin; im 15. Jahrhundert zählte man sie mit den beiden Heiligen Barbara und Margareta zu den 14 Nothelfern. Der Volksmund spricht deshalb von den „drei heiligen Madl“.

Barbara mit’m Turm, Margret mit’m Wurm und Kathl mit’m Radl, des san de drei heiligen Madl.

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